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Intralogistik zum in die Luft gehen

Intralogistik zum in die Luft gehen

Der Flughafen Düsseldorf setzt im Air Cargo Center auf Jungheinrich

Es ist kurz vor sechs. Flug LH 409 aus New York befindet sich im Landeanflug auf Düsseldorf Airport. Über dem Baldeneysee am Rande Essens dreht der Airbus A340 langsam nach Süd-West und nimmt direkten Kurs auf Deutschlands drittgrößten Flughafen. Die letzten Kilometer von mehr als 6000 liegen vor den 295 Passagieren. Mit an Bord der vierstrahligen Maschine: rund 20 Tonnen Luftfracht. Computerbauteile, Medikamente und Obst aus den USA für Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Pünktlich um 6:09 Uhr berührt das Fahrwerk des Flugzeugs die Betondecke der Landebahn. Ab jetzt tickt die Uhr: Höchstens fünfeinhalb Stunden soll die Maschine in Düsseldorf bleiben. So will es der Flugplan. Passagiere, Gepäck und Fracht entladen, dann reinigen, wieder beladen, auftanken und ab zurück über den Atlantik. Zeit ist Geld. Ein Flugzeug, das nicht fliegt, verdient auch nichts. Bei einem Listenpreis von rund 230 Mio. Euro ein teures Vergnügen für die Airlines. Nicht viel Zeit also für das Bodenpersonal in Düsseldorf. Schnell muss es gehen. Für die Abfertigung der Luftfracht sind die über 180 Mitarbeiter der Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH verantwortlich. Ein eingespieltes Team. Von Hektik keine Spur. Ruhig und strukturiert gehen die Mitarbeiter im Air Cargo Center ans Werk. Zu ihren wichtigsten Werkzeugen gehören seit Frühjahr dieses Jahres 24 neue Flurförderzeuge von Jungheinrich. 14 Elektrogegengewichtstapler S30, fünf Stück vom kleineren Bruder EFG 320 und fünf Schlepper vom Typ EZS 570. Nach fast zwei Jahrzehnten hat sich die Luftfrachttochter des Düsseldorfer Airports von ihrem alten Flurförderzeughersteller getrennt und setzt seitdem auf die Jungheinrich-Fahrzeuge. „Ein großartiges Projekt“, schwärmt Markus Bäcker (42), Vertriebsbevollmächtigter im Jungheinrich Vertriebszentrum West, der gemeinsam mit dem zuständigen Fachberater Michel Neumann (26) dieses Projekt umgesetzt hat. „Das waren intensive aber immer partnerschaftliche Verhandlungen auf Augenhöhe. Am Ende hat die Qualität der Jungheinrich-Fahrzeuge und unser Angebot an Dienstleistungen einfach überzeugt. Es ist toll, wenn man einen so bedeutenden Kunden für sich gewinnen kann und in Zukunft betreuen darf“ freut sich Neumann.

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Seit dem 31. März 2017 übernehmen die Stapler und Schlepper von Jungheinrich den innerbetrieblichen Transport im Cargo Center. Alle Fahrzeuge sind mit dem Flottenmanagementsystem ISM Online ausgestattet und werden von Jungheinrich im Full-Service betreut. „Für uns war ein reibungsloser Übergang entscheidend“, erklärt Uwe Lascheit (59), Betriebsleiter Warehouse bei Düsseldorf Airport Cargo. „Während des Flugbetriebs stehen die Geräte bei uns unter Dauerstrom. Wenn da was hakt, dann kann das schnell ein echtes Problem werden. Jungheinrich hat hier einen hervorragenden Job gemacht.“

Ausschlaggebend dafür, den Auftrag an Jungheinrich zu vergeben, war das Leistungsspektrum der Hamburger. Alles aus einer Hand war der Anspruch und Jungheinrich konnte genau das liefern. Besonders wichtig: Die ständige und verlässliche Verfügbarkeit eines Servicetechnikers. Die garantiert Jungheinrich. Wird Hilfe benötigt, ist sie schnell vor Ort. Dieser Full-Service stellt die dauerhafte Einsatzfähigkeit der Fahrzeugflotte sicher.

Rund 11.000 Tonnen Luftfracht aus allen Teilen der Welt werden in Düsseldorf jeden Monat umgeschlagen. Dabei bestimmt der Flugplan den Takt. Die Spitzenzeit im Cargo Center ist täglich zwischen 6 Uhr morgens und 14 Uhr nachmittags, wenn die großen Flieger aus New York oder Hongkong, Singapur, Tokio und Dubai abgefertigt werden. Luftfracht ist die bei weitem teuerste Form des Gütertransports. In Deutschland macht sie nur rund fünf Prozent des Transportvolumens aus, dafür aber 25 Prozent des Wertes. Schnelligkeit und Sicherheit sind in den Lagerhallen am Flughafen deshalb keine Gegensätze, sondern haben beide höchste Priorität. Wer hier arbeiten will, muss einen speziellen Sicherheitscheck bestehen. Und auch jedes Ladungsstück wird vor Abflug überprüft und durchleuchtet.     

Hauptaufgabe der Mitarbeiter im Cargo Center ist das Packen und Entpacken von Luftfracht-Containern und Paletten, die dann für die Verladung ins Flugzeug auf das Vorfeld transportiert werden. Das übernimmt der Jungheinrich-Schlepper vom Typ EZS 570. Er ist für den Innen- und Außeneinsatz über mittlere Fahrstrecken ausgelegt und kann Anhänger mit einer Gesamtmasse von bis zu sieben Tonnen bewegen. Durch eine Auswahl verschiedener Kupplungen kann er problemlos an nahezu jeden Anhängertyp angepasst werden. Besonderer Vorteil des EZS 570: Die Kupplung selbst kann vom Fahrer aus jeder Position gut eingesehen werden und ist leicht zugänglich. Eine optional erhältliche halbautomatische Fernentriegelung ermöglicht dem Fahrer, Anhänger an- und abzukuppeln, ohne die Fahrerplattform zu verlassen. Eigentlich ist der EZS 570 mit seinem Rahmen aus acht Millimeter dickem Stahlblech von Haus aus robust gebaut. Für den harten Einsatz im Air Cargo Center hat Jungheinrich ihn zusätzlich mit einem extra Rammschutz ausgerüstet.  „Wir haben für den Kunden das sicherheitstechnisch beste Paket geschnürt“, erklärt Bäcker.

Bei der Konstruktion des EZS 570 hat Jungheinrich großes Augenmerk auf Ergonomie gelegt. Eine komfortable Sitzposition und große Beinfreiheit erleichtern das Arbeiten. Der Schlepper lässt sich sicher und bequem fahren. Die kompakte Bauweise, der geringe Wendekreis sowie der Schleichfahrttaster, der ein Fahren mit geringer Geschwindigkeit erlaubt, sind ideal, wenn es im Lager einmal eng wird. Durch speedCONTROL wird die am Fahrpedal vorgegebene Geschwindigkeit in jeder Fahrsituation, also auch an Steigungen und Gefällen, beibehalten. Drei einstellbare Programme sorgen für eine individuelle Anpassung des Fahrverhaltens des Schleppers. Hinzu kommt die Möglichkeit eines schnellen Fahrtrichtungswechsels. Durch die elektrische Parkbremse, die automatisch im Stand einfällt, ist der Bediener in der Lage, auch an Steigungen sicher anzufahren.

Bei der Entscheidung für Jungheinrich spielte die Energieeffizienz der Fahrzeuge für die Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH eine besonders wichtige Rolle. Der EZS 570 verfügt über einen leistungsstarken, wartungsfreien und sehr sparsamen 48-Volt-Drehstrommotor. In der Praxis bedeutet das kraftvolle Beschleunigung und hohe Endgeschwindigkeit bei gleichzeitig deutlich verlängerter Einsatzzeit. Möglich wird der hohe Wirkungsgrad durch eine effiziente Abstimmung zwischen Fahrmotor und Fahrsteuerung sowie durch das generatorische Abbremsen des Gerätes, bei der nicht verbrauchte Energie wieder in die Batterie zurückgespeist wird. Dadurch kann Jungheinrich den EZS 570 mit seiner 2Shifts1Charge-Garantie anbieten, bei der es möglich ist, das Fahrzeug über zwei Schichten ohne Batteriewechsel zu betreiben.  
Diese brancheneinmalige Garantie bietet Jungheinrich auch für den Gegengewichtsstapler EFG S30s, der mit 14 Fahrzeugen das Gros der im Cargo Center eingesetzten Flotte ausmacht. Der Elektro-Vierradstapler garantiert durch das Technologiekonzept Pure Energy einen extrem niedrigen Energieverbrauch. Durch den Einsatz von Drehstromtechnologie in Verbindung mit Kompaktsteuerung sowie einem Kompakthydraulikaggregat hat Jungheinrich den Energieverbrauch signifikant reduziert – bei gleichzeitiger Steigerung der Umschlagsleistung. Der EFG S30s hat bis zu einem Schwerpunktabstand von 600 mm eine Tragfähigkeit von 3 Tonnen. Das Fahrzeug eignet sich für Innen- und Außeneinsätze gleichermaßen. Durch die Verwendung von speziellen Anbaugeräten der Firma KAUP aus Aschaffenburg sind die EFG S30 Stapler genauso wie die fünf vom Typ EFG 320 für die Arbeit am Flughafen optimiert. Den Einsatz aller Fahrzeuge managt die Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH über das Informationssystem Jungheinrich ISM Online. Die webbasierte Anwendung sammelt, beobachtet und analysiert die kaufmännischen und technischen Daten der Flotte und bereitet sie so auf, das eine kostenoptimierte Strukturierung der Staplerflotte möglich ist.  Ziel ist es, die Fahrzeugverfügbarkeit zu erhöhen und damit die Produktivität zu steigern, um Betriebskosten zu reduzieren. Insgesamt sieben ISM Online-Module hat Jungheinrich im Angebot, die vom Kunden jeweils individuell kombiniert werden können. Düsseldorf Cargo nutzt das Komplettpaket. „Damit haben wir ein effektives Werkzeug zur Hand, um die Betriebskosten unserer Fahrzeuge zu beobachten, können die Kosten für Personal und Reparaturen senken und steigern Verfügbarkeit und Produktivität der Fahrzeugflotte“, erklärt Uwe Lascheit.

Inzwischen ist es zwanzig nach elf. Der Lufthansa Airbus rollt vollgetankt und frisch beladen vom Gate. In seinem Bauch 20 Tonnen Fahrzeugersatzteile und Feinmechanik für die USA. Achteinhalb Stunden Flug liegen vor ihm. Morgen wird er wiederkommen. Die Mitarbeiter des Cargo Center mit ihren Fahrzeugen von Jungheinrich warten schon.

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