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Stage Nolte
Vertikal-Kommissionierer: optimale Greifhöhe

Schmalganglager mit Vertikal-Kommissionierer für Nolte Küchen

Nolte Küchen mit Sitz im pfälzischen Germersheim ist eine der größten Küchenmarken Deutschlands. Um seine Möbelfronten nicht mehr nur vom Boden aus zu kommissionieren, hat der Küchenhersteller in einen Vertikal-Kommissionierer und ein Schmalganglager investiert.

Ergonomisch kommissionieren

Vom Boden aus waren nur drei Regalebenen erreichbar, zur vierten stiegen die Mitarbeiter über eine verschiebbare Podestleiter hoch. Der Küchenhersteller wollte die Bereitstellung der Waren effizienter und ergonomischer gestalten. Dazu war ein neues Lagerkonzept mit einem geeigneten Fahrzeug nötig. Die Ladungsträger jedoch sollten beibehalten werden: Die Wagen sind exakt auf die Waren und Abläufe im Lager zugeschnitten. Sie transportieren bis zu 50 Fronten mit verschiedensten Dekoren und Abmessungen gleichzeitig zu ihren Zielen, ohne dass die Teile unterwegs umgepackt werden müssen. Dabei stehen die Fronten senkrecht zwischen gepolsterten Abtrennungen.

Eckhard Windel
Mitarbeiter der Betriebstechnik bei Nolte Küchen

„Für Jungheinrich als Lieferanten haben wir uns wegen der langen Batterielaufzeit des Vertikal-Kommissionierers und seines Zusatzhubs entschieden.“

Kommissionierer mit Zusatzhub plus flexibles Lagerkonzept

Heute werden im Logistikzentrum der Nolte Küchen GmbH & Co. KG in Melle-Bruchmühlen Greifhöhen von bis zu 6,2 Metern bis zur achten Ebene erzielt. Dazu wurde ein Schmalganglager konzipiert, in dem ein Vertikal-Kommissionierer vom Typ EKS 312 eingesetzt ist. Außerdem nutzt Nolte Küchen insgesamt 25 Flurförderzeuge von uns, darunter Schmalgangstapler vom Typ EKX 410 sowie Horizontal-Kommissionierer vom Typ ECE 220.

Der EKS 312 hebt die Wagen mit einem Zusatzhub an. Damit ein Wagen nicht seitlich wegkippt oder nach vorn von der Gabel rutscht, sind an beiden Außenseiten des Lastteils Niederdruckhalter angebracht. Wird der hydraulisch betriebene Zusatzhub aktiviert, bewegt der Vertikal-Kommissionierer den Frontenwagen gegen die Niederdruckhalter und arretiert ihn. Er kann ihn ohne die Hilfe einer Hubstation ebenerdig und somit flexibel überall in der Halle aufnehmen.

Eckhard Windel, Mitarbeiter der Betriebstechnik bei Nolte, sagt zum Konzept: „Als Alternative zum Schmalganglager hatten wir zunächst eine Verschiebe-Regalanlage in Betracht gezogen. Diese Lösung hätte den Nachteil gehabt, dass immer nur zwei Gassen im Zugriff gewesen wären. Zudem hätten wir den Hallenboden unter den Schienen durch Streifenelemente verstärken müssen, um punktuelle Belastungen zu vermeiden.“ Doch um gegebenenfalls mit dem Kommissionierlager umziehen zu können, wollte man die Halle nicht umbauen. Außerdem sollten die Abläufe und Frontenwagen beibehalten werden.

Zusatzhub als ausschlaggebender Faktor

Das effiziente Energiemanagement des Flurförderzeugs war ein entscheidendes Auswahlkriterium. Betriebstechniker Eckhard Windel sagt: „Für Jungheinrich als Lieferanten haben wir uns vor allem aufgrund der langen Batterielaufzeit des Vertikal-Kommissionierers und wegen seines Zusatzhubs entschieden.“ Windel führt weiter aus: „Ein Vorteil ist die hohe Verfügbarkeit des Fahrzeugs von nahezu 100 Prozent. Die Lösung mit dem Zusatzhub haben wir gefordert, und Jungheinrich ist so flexibel gewesen, sie umzusetzen.“

Neben dem passenden Fahrzeug war auch ein zukunftsorientiertes Lagerkonzept für den Kaufentscheid wichtig: „Durch die Investition in den Vertikal-Kommissionierer und das Schmalganglager profitieren wir von einem höheren Raumnutzungsgrad.“ Windel weiter: „Das Lager ließe sich ausbauen. Ein Punkt, der für die Auftragsvergabe an Jungheinrich mitentscheidend war. Denn wir legen Wert auf Flexibilität, um problemlos auf neue Anforderungen reagieren zu können.“

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