Stage Bosch
Nach Fahrplan durch die Fertigung

Bei der Robert Bosch Elektronik GmbH sorgen Standschlepper für Nachschub

Die Robert Bosch Elektronik GmbH produziert am Standort Salzgitter Motorsteuergeräte und Batteriesysteme. Schlepper-Züge transportieren Material vom Lager in die Produktion und holen leere Ladungsträger wieder ab. Auch zwei Standschlepper EZS C40 sind dort im Einsatz.

Allrounder gefordert

In der Produktionshalle von Robert Bosch verteilen die Schlepper-Züge die Bauteile auf festen Routen an mehrere Montagebereiche. Dabei legt jeder Zug täglich rund 60 Kilometer zurück. Gefragt sind daher ein niedriger Verbrauch sowie eine Verfügbarkeit von nahezu 100 Prozent, also sehr kurze Wartungszeiten. Die bis zu fünf ganz unterschiedlichen Anhängertypen erfordern variable Kupplungslösungen. Weitere Anforderungen an die Schlepper-Züge ergeben sich aus den teilweise nur zwei Meter breiten Wegen, den sehr engen Kurvenbereichen und den ständig wechselnden Arbeitsschritten – Aufsteigen, Fahren und Absteigen.

Peter Tenscher
Fertigungs-Meister im Bosch-Werk Salzgitter

„Dank der Curve-Control-Funktion bremsen die Schlepper in Kurven automatisch ab, ohne dabei aus der Spur zu laufen.“

Wendig und kraftvoll in engen Gassen

Bosch transportiert auf verschiedenen Anhängervarianten Paletten und Kisten mit Elektronikkomponenten, elektromechanischen und mechanischen Bauteilen, Packstoffen und fertigen Erzeugnissen. Abgestimmt auf die Anhänger haben wir an einem der EZS C40 eine Dreifach-Kupplung installiert, die es ermöglicht, Hänger mit Deichseln in unterschiedlicher Höhe zu verwenden. Der zweite Schlepper ist mit einem feststehenden Zapfen und einem Hydraulikanschluss für Anhänger mit heb- und absenkbarer Lastaufnahme ausgerüstet. Diese variablen Kupplungslösungen machen die Züge besonders flexibel.

Da unsere Schlepper mit 24-Volt-Fahrmotoren in Drehstromtechnik ausgerüstet sind, profitiert Bosch von einer hohen Beschleunigung und Endgeschwindigkeit sowie von 4.000 Kilogramm Nennzugkraft. Ferner steht die Drehstromtechnik für deutliche Energieeinsparungen, verlängerte Einsatzzeiten und minimalen Wartungsaufwand. Grundlagen dafür sind ihr optimaler Wirkungsgrad, die günstige Abstimmung zwischen Fahrmotor und Fahrsteuerung sowie die Bremsenergierückgewinnung.

Die engen, teilweise nur zwei Meter breiten Wege und die engen Kurvenbereiche sind für die EZS C40 leicht zu bewältigen: Mit 810 Millimetern Breite sind sie sogar schmaler als manche Anhänger und halten daher das maximal zulässige Maß klar ein. Sicherheit und Fahrkomfort verdanken die Standschlepper der Geschwindigkeitsreduzierung Curve Control, die in Kurven eingreift, der Impulssteuerung Speed Control sowie dem JetPilot-Lenkrad. Auf geraden Strecken halten die EZS C40 konstant die Geschwindigkeit ein, die der Bediener am Fahrschalter vorgegeben hat. Dies gilt selbst auf Steigungen oder Gefällen.

Trotz der langen Fahrzeiten sind die Schlepper nicht mit Sitzen ausgestattet, um den Mitarbeiter das häufige Auf- und Absteigen zu erleichtern – während einer Schicht 70- bis 80-mal. Daher haben wir anstelle des optionalen Klappsitzes eine Stehhilfe in Form einer stützenden Rückenlehne eingebaut. Ohne Sitz hat der Bediener auf der Standplattform außerdem mehr Bewegungsfreiheit.

Die optimale Lösung für Logistik und Fertigung

Wolfgang Thürmer, Logistikfachkraft des Robert Bosch Standortes in Salzgitter, ist begeistert von der Möglichkeit, mithilfe des beidseitig in die Rückenlehne integrierten Tastbetriebs die Anhänger abzutrennen. Außerdem lobt er die elektrische Lenkung und den JetPilot des EZS C40, weil das Gerät direkt darauf anspricht und sich infolgedessen komfortabel steuern lässt. Fertigungsmeister Peter Tenscher hebt die sehr gute Kundenbetreuung durch unseren Service hervor. André Hätscher, Gruppenleiter Automotive Electronics/Fertigungsnahe Logistik, betont die hohe Verfügbarkeit der EZS C40 von nahezu 100 Prozent und berichtet, dass die Standschlepper für Einsätze in schmalen Gängen bei ständig wechselnden Arbeitsschritten die optimale Lösung darstellen.

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