Die heutige Spedition NUSS GmbH beförderte 1934 nach ihrer Gründung in Kandel zunächst Holz und Stückgut für die Bahn. Als Transportmittel dienten Pferdefuhrwerke. Aktuell steht ein Fuhrpark mit 90 ziehenden Fahrzeugen und über 150 Aufliegern bereit. 2004 fiel die Entscheidung für einen zusätzlichen Standort im gut zehn Kilometer entfernten Wörth. Im selben Jahr wurde die Logistik Center NUSS GmbH als Tochtergesellschaft gegründet.
Nachdem der Standort Wörth 2005 in Betrieb genommen worden war, verlegte das gemäß DIN EN ISO 9001:2000 zertifizierte Familienunternehmen seinen Geschäftssitz 2006 dorthin. Zur Firmengruppe gehören auch die NUSS Bremsendienst GmbH, die den eigenen Fuhrpark auf einem hohen technischen Niveau hält, und die AVN Autovermietung NUSS GmbH, die bei Bedarf den Fuhrpark der Spedition ergänzt.
Die Logistik Center NUSS GmbH verfügt über 22.000 Quadratmeter Lagerfläche und 7.000 Palettenstellplätze sowie über modernste Lagertechnik. Zu den Dienstleistungen zählen Lagerhaltung, beispielsweise in Hochregal-, Block- und Freilagern, Kommissionierung, Konfektionierung, Kontrakt- und Produktionslogistik, Wareneingangsabwicklung, Versandlogistik und verschiedenste logistische Serviceleistungen (Value Added Services). Zusammen bieten die Spedition NUSS GmbH und die Logistik Center NUSS GmbH ihren Kunden eine effiziente Kombination aus Transport und Lagerlogistik. Die Unternehmen beschäftigen insgesamt 130 Mitarbeiter.
2007 schlug das Logistik Center täglich 15 bis 30 Lkw-Ladungen beziehungsweise Teilladungen um. Das Güterspektrum reicht von technischen Geräten über Reifen bis hin zu Papier. Die tägliche Arbeitszeit beginnt um fünf Uhr und endet um 20 Uhr. Diese Zeiten sind aber nicht starr, denn NUSS richtet sich nach den jeweiligen Anforderungen seiner Kunden, die vor allem aus dem Konsumgüterbereich und der Automobil- beziehungsweise Automobilzulieferindustrie kommen. Daneben bedient der Logistikdienstleister im kombinierten Verkehr Binnenschiff- und Bahnterminals in den Binnenhäfen Wörth und Karlsruhe.
Mehr Flexibilität und höhere Umschlagleistungen
Grund für die Investition in den Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen ERE 225 von Jungheinrich war der Wunsch nach mehr Flexibilität und einer höheren Umschlagleistung. Früher verwendete NUSS Gegengewichtsstapler in mittlerer Baugröße, um Lkw zu be- und entladen und Waren im Blocklager zu stapeln. "Als für beide Aufgabenbereiche Ersatzinvestitionen anstanden, haben wir hinsichtlich der Lkw-Be- und Entladung entschieden, ein kleineres Flurförderzeug einzusetzen, mit dem wir flexibler sind", erläutert Volker Nuss, der gemeinsam mit Wolfgang Hoffmann sowohl die Logistik Center NUSS GmbH als auch die Spedition NUSS GmbH leitet. Hoffmann ergänzt: "Letztlich war es eine wirtschaftliche Entscheidung. Für das Geld, das wir für einen Gegengewichtsstapler bezahlen müssten, bekommen wir zwei kleinere Fahrzeuge. Und mit zwei Geräten sind wir nun mal flexibler und schneller, weil wir in der gleichen Zeit die doppelte Umschlagleistung erzielen. Folglich können wir unsere Dienstleistungen künftig wettbewerbsfähiger anbieten."
Anfang 2008 fiel der Startschuss für den ersten ERE 225. 50 Prozent seiner Einsatzzeit entfallen auf das Be- und Entladen von Lkw. Außerdem wird der Jungheinrich-Niederhubwagen für Lagerspiele im Blocklager und für Transporte über mittlere Entfernungen, vom Regalbahnhof vor dem Hochregallager zu den Bereitstellungszonen, genutzt. Der robuste, für Lasten im Gewicht von 2.500 Kilogramm ausgelegte ERE 225 fährt mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 12,5 Kilometern in der Stunde (beladen 9,5 Kilometer). Der Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen ist serienmäßig mit Drehstromtechnologie ausgestattet, die laut NUSS hilft, Kapazitätsengpässe zu bewältigen. Dazu trägt auch die Hochleistungsbatterie bei, die während der täglichen Arbeitszeit von 13 Stunden ohne Zwischenladung auskommt.
"Für uns kam in diesem Fall nur ein Flurförderzeug in Frage, auf dem der Bediener mitfahren kann“, so Wolfgang Hoffmann. „Zum einen, weil es höhere Geschwindigkeiten erreicht als ein Mitgängergerät und somit wirtschaftlicher ist. Zum anderen, da wir Ermüdungen unserer Mitarbeiter vorbeugen wollen, die bei einem Mitgängergerät durch die langen Wege und das häufige Betätigen der Deichsel auftreten würden.“ NUSS hat den Niederhubwagen nach einem Test gleich behalten, denn das Gerät kommt auch bei den Bedienern sehr gut an. Sie waren an der Kaufentscheidung beteiligt und sind vom ERE 225 begeistert. Ein Grund dafür ist die feste Standplattform, auf der sie sich dank der robusten Seitenverkleidung besonders sicher fühlen. Kein Wunder, dass die Fahrer, wenn es um reine Transportaufgaben geht und sie die Wahl haben, eher den Niederhubwagen als einen Stapler einsetzen.
Großzügiger Arbeitsplatz
Ein besonderes Highlight des ERE 225 ist dessen großzügiger Arbeitsplatz, den Jungheinrich konsequent auf den Bediener und auf mögliche Einsatzfälle ausgerichtet hat. Das zeigt sich schon an der gefederten Standplattform. Sie basiert auf einem neuen ergonomischen Konzept, das ebenso zu einem entspannten, ermüdungsarmen Arbeiten beiträgt, wie die hochgezogenen Seitenteile mit integriertem Griff, die den Fahrer schützen. „Zusätzlichen Komfort bietet ShockProtect, die komplette Federung des Antriebs“, betont Volker Nuss. „Dieses System minimiert außerdem die Gefahr für das Transportgut. Es ist also ideal auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten.“ Das patentierte ShockProtect-System koppelt die Standplattform vollständig von sämtlichen Stößen ab und entlastet dadurch die Wirbelsäule des Bedieners. Ferner werden der Rahmen sowie alle technischen Komponenten des Niederhubwagens deutlich weniger beansprucht. Ein Vorteil, der sich bei NUSS speziell beim Be- und Entladen auswirkt.
Im Mittelpunkt des Arbeitsplatzes auf dem ERE 225 steht auch die elektrische Deichsellenkung SmartPilot, die mit einem in der Höhe verstellbaren Deichselkopf ausgestattet ist. Mit dem SmartPilot kann man den Gabelhubwagen präzise und, im Gegensatz zu einer herkömmlichen Deichsel, ohne Kraftaufwand lenken. Aufgrund der kompakten Form der Lenkung, die Jungheinrich ohne Deichselarm konzipiert hat, werden die Lenkbewegungen sicher und schnell übertragen. Zudem ermöglicht der SmartPilot, der sich in allen Fahrtrichtungen von Rechts- und Linkshändern gleichermaßen gut bedienen lässt, eine neuartige Position beim Rückwärtsfahren. Dabei dreht sich der Mitarbeiter um 90 Grad zur Seite und steuert den Niederhubwagen mit einer Hand, während er sich mit der anderen am Griff der Plattform festhält.
"Durch die kompakte Form der Lenkung wird das Rangieren im Lkw erleichtert, weil weder die Deichsel noch ein Ellenbogen des Bedieners über die Außenkontur des Flurförderzeugs hinausragen“, nennt Wolfgang Hoffmann einen weiteren Vorteil. „Den Mitarbeitern gefällt außerdem, dass sie mit dem ERE 225 Europaletten quer aufnehmen können, da die angeschrägte Einfahrkufe der Gabelspitze das untere Brett der Palette zum Überfahren nach unten drückt, und die Gabelzinken vorn nur mit je einer Fahrrolle ausgerüstet sind, damit diese zwischen die Bodenbretter der Palette passt."
Sicher und intuitiv bedienbar
Ein sicheres Fahrverhalten ist ebenfalls garantiert, sowohl geradeaus als auch in Kurven. Erstens durch die progressive Lenkung des ERE 225, bei der die Deichsel für eine 90-Grad-Kurve nur um etwa 70 Grad eingeschlagen werden muss. Zweitens wegen der gefederten und gedämpften Stützräder, die über die Koppelschwinge ProTracLink verbunden sind. Drittens dank Curve Control, einem aktiven Sicherheitssystem, das die Geschwindigkeit des Geräts bei Kurvenfahrten, abhängig vom Lenkwinkel, automatisch reduziert. Dazu Volker Nuss: „Bei einem Niederhubwagen ist Curve Control noch wichtiger als bei einem Stapler, weil der Bediener steht und daher stärkeren Kräften ausgesetzt ist. Bei uns kommt erschwerend hinzu, dass sich mehrere Mitarbeiter auf dem ERE 225 abwechseln. Das heißt, nicht jeder hat viel Erfahrung mit dem Gerät."
Damit man mit dem Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen nicht nur sicher, sondern auch energiesparend fährt, ist er mit der Steuerungselektronik SpeedControl ausgerüstet. Die sorgt dafür, dass das Gerät die am Fahrschalter vorgegebene Geschwindigkeit in jeder Fahrsituation beibehält, also selbst bei Steigungen und Gefällen. Im Falle eines unbeabsichtigten Rollens auf einer Rampe oder Schräge bremst der ERE 225 automatisch ab. Durch generatorisches Bremsen speist das Gerät zudem Energie in die Batterie zurück.
Wolfgang Hoffmann begrüßt überdies die klare Farbsystematik der Instrumente und die ergonomischen Taster im Cockpit des ERE 225. „Der Niederhubwagen lässt sich intuitiv bedienen. Das ist ein Zusatznutzen angesichts der wechselnden Mitarbeiter, die dadurch ohne Einweisung mit dem ERE 225 fahren können. Das intuitive Bedienkonzept bildet außerdem eine Grundlage dafür, Fehlgriffe und folglich Beschädigungen an den Waren zu verringern und letztlich unsere Dienstleistungszuverlässigkeit zu erhöhen."
Mit vielfältigen Ablagemöglichkeiten für Gegenstände, die in der Praxis benötigt werden, wie Kugelschreiber, Klemmbretter und Kleberollen, sowie mit speziellen Papierauflagen auf der Batteriehaube und in der Arbeitsplattform hat Jungheinrich das Cockpit des ERE 225 abgerundet.
Innovations- und Investitionssicherheit
Selbstverständlich war der Kundenservice mitentscheidend, als es um die Auftragsvergabe ging. „Jungheinrich reagiert prompt“, betont Volker Nuss. „Der Service ist sehr gut im Vergleich zum Wettbewerb. Hierzu zähle ich auch die hervorragende Betreuung, die sich nicht zuletzt darin gezeigt hat, dass wir das Gerät vor dem Kauf ausgiebig testen durften.“ Zusätzliche Pluspunkte hinsichtlich des Service sammelt Jungheinrich durch die wartungsfreundliche Konstruktion des ERE 225, die dazu beiträgt, die Betriebskosten langfristig zu senken. Insgesamt setzt der Logistikdienstleister in Wörth und Kandel rund 15 Flurförderzeuge des Hamburger Herstellers ein, beispielsweise Hochregal- und Schubmaststapler, Elektro-Gegengewichtsstapler, sowie Elektro-Niederhub- und -Hochhubwagen. Aktuell wurden gerade zwei weitere Elektro-Gegengewichtsstapler geliefert. Und das sogar eine Woche vor dem vereinbarten Termin, worüber man sich bei NUSS besonders gefreut hat. „Die Marke Jungheinrich vermittelt ein positives Gefühl im Hinblick auf Innovations- und Investitionssicherheit“, gesteht Wolfgang Hoffmann. „Das gilt auch für das funktional und robust wirkende, angenehme Design des ERE 225, das bei mir sofort Interesse geweckt hat.“



