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Cretschmar setzt auf Treibgasstapler-Flotte von Jungheinrich

Nachdem der Logistikdienstleister Cretschmar einen Treibgasstapler aus der Nullserie der neuen TFG 316 von Jungheinrich getestet hatte, investierte er in eine ganze Flotte dieser Flurförderzeuge. Die Stapler erfüllen die Forderungen des Betreibers nach hohen Umschlagleistungen und permanenter Verfügbarkeit. Außerdem stehen sie für geringen Kraftstoffverbrauch und Ergonomie.

Die 1836 gegründete L.W. Cretschmar GmbH & Co. KG, Düsseldorf, ist ein europaweit operierender Logistikdienstleister mit etwa 800 Mitarbeitern, fünf Standorten in Deutschland und drei in Spanien. Das inhabergeführte, mittelständische Unternehmen gliedert sich in die Geschäftsbereiche System-Verkehre Deutschland und Europa, Outsourcing, Lagerung, Kontraktlogistik, Messespedition national und international, Luftfracht, Seefracht und Hafenumschlag. Es hält Beteiligungen an System Alliance, System Plus Logistic Service und Night Star Express.

In Wuppertal hat Cretschmar im Jahr 2006 auf einer Fläche von 8.500 Quadratmetern 357.000 Sendungen mit einer Gesamttonnage von 373.000 Tonnen umgeschlagen. Er beschäftigt dort zurzeit gut 160 Mitarbeiter. 18 davon sind Auszubildende. Der Standort war einer der ersten hinsichtlich der Zertifizierungen des Unternehmens nach DIN EN ISO 9001:2000, SQAS:2002 und DIN EN ISO 14001 (Umwelt). SQAS:2002 (Safety and Quality Assessment System) ist eine freiwillige Zertifizierung, in der die chemische Industrie Sicherheitsstandards für die komplette Lieferkette festschreibt.

Keine Alternative zum Treibgasantrieb

Im vergangenen Jahr hat Cretschmar in Wuppertal in eine Staplerflotte von Jungheinrich investiert. Der Auftrag umfasste neun Treibgasstapler TFG 316 mit 1.600 Kilogramm Tragfähigkeit, einen TFG 425 mit 2.500 Kilogramm Tragkraft und einen Rental-Vertrag mit eingeschlossenem Full-Service. Die Inbetriebnahme der Flurförderzeuge datierte auf Oktober 2006. Die neuen Geräte haben ältere Treibgasstapler desselben Herstellers abgelöst. Darüber hinaus sind in Wuppertal acht Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen EJE 220 des Hamburger Unternehmens im Einsatz.

Alexander Christians, Prokurist und Kaufmännischer Leiter bei Cretschmar in Wuppertal, hat ein besonderes Verhältnis zur jüngsten Generation der Treibgasstapler. "Wir haben einen Stapler aus der Nullserie der TFG 316 getestet. Anschließend konnten unsere Fahrer anhand eines Fragebogens Optimierungsvorschläge machen. Jungheinrich hat die Anregungen aufgenommen."

Zum Treibgasantrieb gab es keine Alternative. Denn Dieselstapler sollen nicht in geschlossenen Hallen eingesetzt werden. Und für Drehstromstapler hätte Cretschmar Ladestationen einrichten, den hierfür notwendigen Platz schaffen und folglich nachinvestieren müssen. "Für Treibgasstapler sprach auch, dass sie mehr Bodenfreiheit bieten als Elektrostapler", betont Joachim Walter, Lagerleiter des Standortes Wuppertal. "Davon profitieren wir, wenn wir über unsere Ladebrücken auf Wechselbrücken oder über Bodenunebenheiten fahren."

Hohe Umschlagleistungen

Cretschmar setzt auf Treibgasstapler mit hydrodynamischem Antrieb (Wandlergetriebe) und damit auf eine effiziente, dynamische Kraftübertragung. Die TFG 316 und TFG 425 stehen also für hohe Umschlagleistungen auf mittleren und langen Strecken. Insofern entsprechen sie den Gegebenheiten des Betreibers, in dessen zwei Hallen bis zu 100 Meter lange Wege zu bewältigen sind. Ihren optimalen Wirkungsgrad erreichen die Geräte bei mittleren und hohen Geschwindigkeiten.

Für Sicherheit sorgt dabei ihre beachtliche Fahrstabilität, die Jungheinrich durch einen sehr niedrigen Schwerpunkt der Stapler und eine Sicherheitslenkachse garantiert. Ein zusätzlicher Vorteil: Da der Hersteller großvolumige Industriemotoren einbaut, erzielt er schon bei kleinen Drehzahlen ein hohes Drehmoment und reduziert so den Kraftstoffverbrauch und die Geräuschentwicklung.

Bei der Auswahl der Flurförderzeuge hatte eine permanente Einsatzbereitschaft Priorität. "Wir müssen lieferfähig bleiben und benötigen deshalb Geräte mit ständiger Verfügbarkeit", so Alexander Christians. "Die neuen Treibgasstapler liegen im Hinblick darauf bisher bei 100 Prozent. Auch die Vorgängermodelle überzeugten schon durch ausgesprochen hohe Werte." Wie wichtig dem Betreiber die Verfügbarkeit der Stapler ist, unterstreicht er, indem er Jungheinrich einen Raum zum Lagern von Ersatzteilen überlässt.

Ladevolumen komplett ausschöpfen

Der Logistikdienstleister nutzt die weich und ruckfrei anfahrenden Treibgasstapler zum Be- und Entladen von Lkw, Containern und Wechselbrücken sowie an Blocklagerplätzen, die nach Bestimmungsorten sortiert sind. Außerdem verwendet er sie zum Kommissionieren eingehender Ladungen, die er zunächst komplett auf einem Platz absetzt und anschließend auf die Bereitstellflächen der verschiedenen Destinationen verteilt.

"Bei unseren Abläufen hat eine Strategie der kurzen Wege zwischen den Andockstationen und den Blocklagerplätzen Vorrang", erklärt Joachim Walter. "Dementsprechend sind die Flächen für die einzelnen Versandziele in der Halle angeordnet. Ein Beispiel: Wenn die meisten Sendungen für Adressaten in Köln bestimmt wären und dass das Gros dieser Sendungen aus Paris käme, würden wir die Bereitstellfläche für das Ziel Köln zwischen den beiden Andockstationen Eingang Paris und Ausgang Köln einrichten. In unserer zweiten Halle setzen wir auf ein ähnliches Konzept. Dort laden wir allerdings, sofern es sinnvoll und machbar ist, direkt durch."

Die Staplerfahrer erfassen alle Warenbewegungen mit Handscannern und senden die Daten via Funk an den übergeordneten Rechner. Zuweisungen zum Verladen erhalten sie vom Leitstand. Details entnehmen sie den Terminals, die neben den Andockstationen installiert sind. Beim Auslagern scannen die Mitarbeiter die Gebinde-Barcodes.

Bei Cretschmar ist jeder Treibgasstapler mit einem Hubgerüst mit vollem Freihub ausgestattet. Dadurch lässt sich das Lastaufnahmemittel bis zum oberen Ende des Hubgerüstes ausfahren, ohne die inneren Mastschüsse bewegen zu müssen, die sonst gegen die Decke der Container, Lkw oder Wechselbrücken stoßen würden. Das heißt, der Betreiber kann das jeweilige Ladevolumen komplett ausschöpfen. Als Ladungsträger für das vielschichtige Güterspektrum, zu dem auch bis zu sieben Meter messendes Langgut gehört, dienen Europaletten. Bei Bedarf verwendet Cretschmar eine Fassklammer. Der Schwerpunkt der Waren liegt auf Produkten der chemischen Industrie.

Ergonomie als Basis für hohe Leistungen

Angesichts der Forderung des Betreibers nach hohen Umschlagleistungen, sind auf den Treibgasstaplern ergonomische Arbeitsplätze gefragt. Steht man vor einem der Flurförderzeuge, fällt zuerst der Komfortsitz mit Längs-, Rücken- und Gewichtsverstellung auf. Die Fahrer werden aber auch entlastet, weil die komplette Antriebseinheit frei schwingend im Rahmen gelagert ist und sich deshalb keine Motorschwingungen auf das Cockpit übertragen. Insofern haben sie einen besonders ruhigen und vibrationsfreien Arbeitsplatz, der Rücken und Knie schont und folglich die Ausfallzeiten minimiert.

"Wichtig ist auch, dass das Fahrprinzip der Treibgasstapler dem von Pkw entspricht, zumal die Fahrer häufig wechseln", sagt Joachim Walter. "Außerdem legen wir Wert auf die tief liegende Einstiegshöhe, da die Mitarbeiter oft ein- und aussteigen müssen, unter anderem zum Scannen. Sonst würden sie vielleicht springen, wobei es zu Unfällen kommen könnte."

Weitere ergonomische Merkmale der TFG sind die von oben einsehbare, mit einem Antirutschbelag versehene Trittstufe, ein großer Fußraum mit geneigter Bodenplatte, die einstellbare Lenksäule, die freie Sitzhöhe von 1065 Millimeter, breite Fahr- und Bremspedale sowie die körpergerecht rechts neben dem Sitz angebrachten Hydraulikhebel und Fahrtrichtungsschalter. Erwähnt werden sollten auch die niedrigen Geräusch- und Emissionswerte und der Zwei-Wege-Katalysator der TFG. Und der Vorteil, dass zum Lenken und Betätigen der Hebel praktisch keine Kraft nötig ist.

Harte Bedingungen

Inzwischen hat die Treibgasstapler-Flotte ihre Bewährungsprobe bestanden. Für Cretschmar gibt es keinen Kritikpunkt. Das Unternehmen hat weder an der Leistung noch an der Verfügbarkeit der Flurförderzeuge etwas auszusetzen. Und das trotz der harten Umgebungseinflüsse, mit denen die Geräte konfrontiert werden. Beispiele dafür sind Schmutz durch Gummiabrieb und Gasruß, Feuchtigkeit, Hitze sowie im Winter zeitweise auch Minustemperaturen. Bedingungen, denen die Stapler selbst im sich überlappenden Drei-Schicht-Betrieb problemlos standhalten.

"Das passt zu unseren guten Erfahrungen, die wir in mehr als 30 Jahren Zusammenarbeit mit Jungheinrich gemacht haben", blickt Alexander Christians zurück. "Und zwar sowohl hinsichtlich Qualität und Service als auch im Hinblick auf Beratung und Verlässlichkeit."

Produktinformationen
TFG 316

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