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Spicers setzt auf neue Kombistapler-Generation von Jungheinrich

Mit dem Kombistapler EKX 513 hat Jungheinrich eine Basis für wachsende Anforderungen in der Lagerlogistik geschaffen. Schon heute profitieren viele Anwender von den innovativen Möglichkeiten dieses Fahrzeuges. Ein Beispiel dafür ist die Transponder-Technologie mit RFID-Readern (RFID = Radio Frequency Identification). Sie garantiert dem auf Papier, Büroartikel und Schreibwaren (PBS) spezialisierten Großhändler Spicers mehr Schnelligkeit, Effizienz und Sicherheit.

Rainer Fricke, Bereichsleitung Logistik & Disposition bei der Spicers Ltd. Deutschland, bleibt beim Rundgang vor dem Hochregallager stehen. „Da wir die meisten Produkte bereits am Tag des Bestelleingangs versenden, kommt es in unserem Logistikzentrum Nord auf zügige und flexible Abläufe an.“ Hiervon ist bei dem PBS-Großhändler auch das Hochregallager an seinem Hauptsitz Sehnde-Höver betroffen, in dem vier Schmalgangstapler fahren. Zwei von ihnen sind Elektro-Kommissionier-Dreiseitenstapler EKX 513 aus der neuen Kombistapler-Generation von Jungheinrich. Diese Flurförderzeuge, die ihren Betrieb Mitte beziehungsweise Ende 2008 aufgenommen haben, besitzen eine Tragkraft von 1.250 Kilogramm und erreichen in diesem Fall eine Hubhöhe von acht Metern.

Während die beiden anderen Schmalgangstapler, die der Vorgängergeneration angehören, nach wie vor durch Magnet-Bodenanlagen überwacht werden, stehen für den EKX 513 Transponder bereit, die ebenfalls im Boden angebracht sind und noch schneller, effizienter und sicherer arbeiten. SPICERS verwendet die Transponder für die Gangerkennung und Wegstreckenmessung sowie für die Gangendsicherung, die die Stapler an den Enden der Gassen stoppt, bevor sie auf das Lagervorfeld hinausfahren dürfen. Die in den Transpondern gespeicherten Daten werden von RFID-Readern gelesen, die als Erfassungsgeräte unter den Staplern montiert sind. Weitere Vorteile der Transponder-Technologie liegen im geringeren Installationsaufwand und in mehr Flexibilität hinsichtlich neuer Programmierungen.

Im Lager von Spicers arbeiten Jungheinrich-Gabelstapler vom Typ EKX 513.
Die Jungheinrich-Stapler vom Typ EKX 513 arbeiten mit 80-Volt-Drehstromtechnik.

Starke Umschlagleistungen bei niedrigerem Energieverbrauch  

Rainer Fricke deutet auf einen der EKX 513, der mit seiner Schwenkschubgabel eine Europalette an der Stirnseite der Regalanlage aufnimmt. Der Stapler transportiert die Ware, mechanisch geführt, mit einer Geschwindigkeit von bis zu zwölf Kilometern in der Stunde – abhängig von der Ebenheit des Fußbodens – in eine der 74 Meter langen Gassen. Dort lagert er den Artikel chaotisch nach ABC-Kriterien bis zu einer oberen Ablagehöhe von 7,2 Meter ein.

„Die Stapler sind sehr leistungsfähig. Noch stärker zählen für mich aber die Verfügbarkeit und der Service. Auch in diesen Punkten sind die Geräte und die betreffenden Jungheinrich-Mitarbeiter topp.“   Eine wichtige Grundlage für die beachtlichen Umschlagleistungen, die der EKX 513 trotz niedrigerem Energieverbrauch erzielt, ist die 80-Volt-Drehstromtechnik. Hohe Drehmomente gestatten eine kraftvolle Beschleunigung sowie schnelle Hub- und dynamische Nebenbewegungen. Außerdem erlauben sie das gleichzeitige Heben und Senken des Haupt- und Zusatzhubs.

Zusätzlichen Zeitgewinn fährt Spicers durch Diagonalfahrt-Geschwindigkeitsprofile ein, die die Staplersteuerung, abhängig von der Fahrtrichtung und Höhe, vorgibt. Damit die Einsatzbereitschaft in den zwei Schichten, die täglich um 7 Uhr beginnen und um 21:30 Uhr enden, nicht auf Grund von Ladezeiten unterbrochen wird, arbeitet Spicers mit Wechselbatterien. Zum Aufladen nutzt der PBS-Großhändler Hochfrequenzladegeräte. Hierzu trägt auch die doppelte Energierückgewinnung bei, die man beim regenerativen Abbremsen des Staplers und beim Absenken von Last erreicht. Insofern sind deutlich längere Einsatzzeiten, von bis zu zwei Schichten im normalen Betrieb, mit nur einer Batterieladung realisierbar.

Darauf zielt Jungheinrich gleichermaßen mit seinem aktiven Energie- und Batteriemanagement, das Energieflüsse vorausschauend für den jeweiligen Anwendungsfall optimiert und infolgedessen Energiebedarfsspitzen vermeidet. In Summe spart Spicers 30 Prozent der früher gebrauchten Energie ein und handelt wesentlich umweltbewusster.  

Ergonomie und Komfort als zentrale Entwicklungspunkte  

Zu den zentralen Entwicklungspunkten des Kombistaplers EKX 513 haben für Jungheinrich auch Ergonomie und Komfort gezählt. Die Ergebnisse sind beeindruckend. Neben einer geräumigen und gegenüber dem Vorgängermodell längeren Kabine sowie einem großzügig dimensionierten Einstieg profitiert der Bediener unter anderem von einer hervorragenden Sicht auf Fahrbahn und Last.

Sebastian Brandes, Staplerfahrer im Spicers Logistikzentrum Nord, setzt sich auf den verstell- und klappbaren, mit Armlehnen ausgestatteten Komfortsitz, dessen Federung Humanschwingungen minimiert. Er streckt seine Beine in den großen Fußraum aus und greift nach dem elektrisch verstellbaren Bedienpult. „Gut finde ich beim neuen EKX 513 die schnellen und unkomplizierten Bedienungsabläufe.“ Um seine Aussage zu unterstreichen, demonstriert er, wie leicht man das Pult, ohne Schrauben lösen zu müssen, vor und zurück schieben kann.  

Das Bedienpult mit seinem schalterlosen Zweihand-Bedienkonzept, das als zentrale Steuerungs- und Informationseinheit des Kombistaplers fungiert, bietet viel Komfort und Sicherheit. Jungheinrich hat das Pult mit innovativen Leistungsmerkmalen versehen. Beispiele sind ein Zugangscode für den Abruf individuell angepasster Fahrprogramme, sowie ein Farbdisplay und eine Folientastatur mit Ziffernblock. Während die Fahr- und Hydrauliksteuerung mit den Daumen betätigt wird, genügt den Zweihand-Sensoren des Pults die Berührung durch den Mitarbeiter, um dessen Befehle zu registrieren und die Informationen an den Bordrechner weiterzuleiten.  

Wie wichtig Ergonomie und Komfort sind, sieht man allein schon daran, dass im Hochregallager, das in elf Gängen über mehr als 10.000 Palettenplätze verfügt, täglich rund 800 Lagerspiele anfallen. Rainer Fricke zeigt nach oben in eine Gasse, wo Sebastian Brandes den Barcode eines Stellplatzes einscannt. „Wir lesen jede Warenbewegung ein, vom Wareneingang bis zum Versand.“ Weil in den Gassen des Schmalganglagers hin und wieder sperrige Teile zu entnehmen sind, hat sich Spicers für Man-up-Stapler entschieden. Denn diese Flurförderzeuge heben den Bediener zusammen mit dem Lastaufnahmemittel bis zu dem jeweiligen Stellplatz hoch. Dadurch hat der Mitarbeiter auch oben alles im Blick, ein Vorteil, der gleichzeitig für Sicherheit und Komfort steht.

Der Kleinteile-Bereich im Lager der Firma Spicers.
Wichtig im Lager: der reibungslose Ablauf.

Offen für heutige und künftige Anforderungen  

Da Jungheinrich jeden Elektro-Kommissionier-Dreiseitenstapler EKX 513 kundenspezifisch aus einem Systembaukasten konfiguriert, kann das Unternehmen seine Kombistapler gut an aktuelle Bedürfnisse anpassen und sie bei späterem Bedarf auf komplexere Anforderungen abstimmen. Basis dafür ist die Transponder-Technologie mit RFID-Readern.

Angesichts dieser Entwicklung erhält der EKX 513 bei Einsatz entsprechender Module eine Lagernavigation, bei der er nicht nur mit dem Boden, sondern auch mit dem Lagerverwaltungssystem kommuniziert. Bekommt die Staplersteuerung von dort einen Ein- oder Auslagerauftrag, hat ihn der Fahrer bloß noch zu bestätigen. Grundlage für die Lagernavigation sind die Module Horizontalpositionierung, Hubhöhenvorwahl und Stapelautomatik. Ein mit diesen Modulen ausgerüsteter Kombistapler fährt, nach Freigabe durch den Bediener, auf kürzestem Weg mit optimaler Geschwindigkeit und niedrigstem Energieverbrauch automatisch die vorgegebene Regalposition an. Jungheinrich geht davon aus, dass sich die Umschlagleistung mithilfe des intelligenten Staplermanagements um etwa 15 Prozent steigern lässt.

Ein Beispiel, wie man den EKX 513 flexibel auf die Anforderungen eines Betreibers einstellen kann, ist die Anpassung der Bodentopologie an die bereichsabhängigen Hub- und Fahrabschaltungen durch die RFID-Bodensteuerung. In ihrem Zusammenspiel gleichen die Module die Geschwindigkeitsprofile des Staplers den Bodenverhältnissen der jeweiligen Gasse an und berücksichtigen dabei die während der Wegmessung ermittelten Daten. Folglich wird die Sicherheit erhöht und empfindliche Ware geschont. So kann man auf einen stellenweise schlechten Boden reagieren, ohne das Tempo im gesamten Gang verringern zu müssen. Hierfür hinterlegt man einfach die Bodentopologie sowie die daraus resultierenden Geschwindigkeitsanpassungen im Speicher der Staplersteuerung. Über einen USB-Stick ist es zudem möglich, diese Informationen von einem Masterfahrzeug an andere Geräte weiterzugeben.  

Zu den Optionen, die zur Leistungssteigerung des Kombistaplers beitragen, gehört das Modul Resttragfähigkeit plus. Bei dessen Einsatz versieht Jungheinrich das Flurförderzeug mit zwei aktiven Stabilisatoren, die beim Ein- und Ausstapeln automatisch ausfahren. Auf diese Weise wird der EKX 513 stabilisiert, und die Resttragfähigkeit nimmt in großen Höhen merklich zu. Wer maximale Dynamik beim Einstapeln wünscht, sollte das Modul Schwenkschub einsetzen, das mit Lasterkennung arbeitet.

Rückenschonend kommissionieren  

Spicers kommissioniert in der Regel auf einer großen Bühne. Für voluminöse, schwere und empfindliche Produkte, die nicht von Förderanlagen auf die Bühne transportiert werden können, nutzt das Unternehmen zwei Vertikalkommissionierer EKS 110 von Jungheinrich. Diese mit 24-V-Drehstromfahrantrieben ausgestatteten Flurförderzeuge, die ihren Betrieb im Frühjahr 2008 aufgenommen haben, stehen für hohe Drehmomente und somit für schnelle Beschleunigungen, dynamische Bewegungsabläufe und rasches Reversieren.   „Abgesehen davon ist der neue Vertikalkommissionierer deutlich komfortabler als sein Vorgänger.“ Rainer Fricke blickt zu dem Mitarbeiter hoch, der ein sperriges Teil aus der zweiten Regalebene hebt. „Vor allem ist er rückenschonender, weil die Bediener von einer idealen Greifhöhe profitieren. Denn die Standplattform fährt jetzt auf 190 Zentimeter hoch. Früher waren es 70 Zentimeter weniger.“

Der PBS-Großhändler kommissioniert mit dem EKS 110 bis zu einer Greifhöhe von 3.500 Millimetern. Konzipiert ist das Gerät für bis zu 4.600 Millimeter. Beim Ablegen des Kommissioniergutes arbeiten die Bediener ebenfalls in einer griffgünstigen Position, weil SPICERS die Variante des EKS 110 mit Zusatzhub gewählt hat. Mit dem EKS 110 kann man auch sehr feinfühlig rangieren, da sich seine Fahrgeschwindigkeit über die Impulssteuerung SpeedControl selbst im niedrigen Bereich komfortabel und exakt steuern lässt. Ein Vorteil, den Rainer Fricke angesichts der Enge in den manuellen Kommissionierzonen hervorhebt.

Weitere Pluspunkte sammelt der Vertikalkommissionierer beim gleichmäßigen und ruckfreien Heben und Senken der Standplattform, durch sein geneigtes Lenkrad, das den natürlichen Bewegungsablauf der Hand unterstützt und damit die Gelenke des Fahrers schont, und aufgrund seiner aktiven und passiven Sicherheitsmerkmale, die beispielsweise eine stabile Kurvenlage garantieren.

Blick durch das Lager des Büroartikel-Großhändlers Spicers in Sehnde-Höver.
Eine beendruckende Produkt-Vielfalt, deren Lagerhaltung bewältigt sein will.

Langfristige Zusammenarbeit  

Spicers setzt in Sehnde-Höver 17 Flurförderzeuge von Jungheinrich ein. Besonders zu nennen sind, neben den Kombistaplern und Vertikalkommissionierern, je ein Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen ERE 225 und Elektro-Deichsel-Gabelstapler EFG 215, die Lkw be- und entladen, sowie drei Elektro-Schubmaststapler ETV 214, die Transporte zu den Übergabeplätzen vor dem Hochregallager und vom Lager zur Kommissionierung durchführen.

Zum Lieferumfang des produzierenden Logistikdienstleisters gehören ferner die Regalanlagen im Hochregallager und in der Kommissionierung, die große Kommissionierbühne, die mobile, in die EKX 513 integrierte Personenschutzanlage, ein Datenfunksystem und ein Fullservice-Vertrag. Dazu Rainer Fricke: „Wir haben uns hier in Sehnde-Höver und in Winkelhaid, wo wir unser Logistikzentrum Süd betreiben, für eine langfristige Zusammenarbeit mit Jungheinrich entschieden. Und die bewährt sich bereits über zehn Jahre. Selbstverständlich haben wir vor dem Kauf der neuen Kombistapler Geräte anderer Hersteller getestet. Für Jungheinrich haben die Vorzüge der Drehstromtechnik und der Transponder-Technologie gesprochen. Zudem war das von Jungheinrich angebotene Preis-Leistungs-Verhältnis, verglichen mit dem der Marktbegleiter, überragend.“ Vor diesem Hintergrund dürfte Spicers auch die Schmalgangstapler der Vorgängergeneration, die noch in Sehnde-Höver und Winkelhaid fahren, bei Bedarf gegen die Elektro-Kommissionier-Dreiseitenstapler EKX 513 tauschen.

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