Josef Diepold ist begeistert. „Mit dem OnBoard-Lader kann ich unseren Gabelstapler dort aufladen, wo es gerade passt!“ Der Versandleiter, der seit 20 Jahren für die Brauerei Glossner tätig ist, kannte bis dato nur den konventionellen Weg der Aufladung von Gegengewichtsstaplern – über eine externe Ladestation, „die an einem definierten Platz im Lager steht“, so Diepold weiter. „Jetzt muss ich nur das Kabel rausziehen und anstecken. Mit dem OnBoard-Lader am Jungheinrich-Stapler habe ich die Freiheit, den Stapler überall aufzuladen.“
Dabei schien es, als ob die neue Partnerschaft zwischen der Brauerei Franz Xaver Glossner & Neumarkter Mineralbrunnen e.K. in Neumarkt in der Oberpfalz und der in Hamburg ansässigen Jungheinrich AG schon ganz am Anfang den ersten Kratzer erhalten sollte. Als das Vorführgerät im Mai 2009 angeliefert wurde, ,fehlte’ das Ladegerät.
Josef Diepold erinnert sich: „Der Spediteur war bereits weg und wir haben gedacht: Das geht schon wieder gut los!“ Doch schnell war klar, dass der angelieferte Gegengewichtsstapler von Jungheinrich, ein EFG 216, serienmäßig mit einem On‑Board-Lader ausgerüstet wurde – externes Ladegerät unnötig.
Beim OnBoard-Lader handelt es sich um ein unmittelbar an der Batterie befindliches Ladegerät mit Batteriecontroller. Dieser überwacht unter anderem den Säurestand und die Temperatur der Batterie. Das System aus Batterie, Ladegerät und Batteriecontroller ist direkt aufeinander abgestimmt.
Das Ladegerät warnt wenn nötig bei Fehlfunktionen. Der OnBoard-Lader ermöglicht eine flexible Ladung an jedem Ort sowie ein schonendes Laden der Batterie. „Dies verhilft der Batterie zu einer deutlich längeren Lebensdauer“, erzählt Roland Maier, Fachberater bei Jungheinrich, „und spart somit der NEUMARKTER GLOSSNER-BRÄU nicht nur Zeit, sondern auch Kosten!“
Dass Zeit und Geld für die NEUMARKTER GLOSSNER-BRÄU wichtige Größen sind, belegen die Eckdaten des Unternehmens. Mit etwas mehr als 60 Mitarbeitern vertreibt die Brauerei heute gut 110.000 Hektoliter pro Jahr, davon etwa 20 Prozent Handelsware, im Umkreis von 45 Kilometern um Neumarkt. „Unser Hauptabsatzgebiet ist in Richtung Westen, erläutert Michael Gloßner, Assistent der Geschäftsleitung.
Die Geschichte der GLOSSNER-BRÄU selber lässt sich bis in das Jahr 1574 zurückverfolgen, so Gloßner weiter. Gesichert ist, dass das Unternehmen nunmehr seit 13 Generationen im Besitz und der Verantwortung der Gloßners ist. Das über eine solch lange Zeit Veränderungen kommen, ist zu erwarten. Eine solche Veränderung betraf unlängst auch die Lagerhaltung des Unternehmens. „Bisher haben wir die gesamte Logistik über das Getränkeland Müller abgewickelt“, erzählt Michael Gloßner. In der Brauerei selber wurde zum Teil noch zwischengelagert. „Wir mussten uns immer irgendwie arrangieren, mussten hin und her fahren und hatten daher hohe Transportkosten.“
Es hieß, diese Kosten in den Griff zu bekommen. Hierzu war ein neues Logistik- und Lagerkonzept notwendig. Im Jahr 2006 erwarb GLOSSNER-BRÄU von der Stadt Neumarkt das ehemalige Auslieferungslager der Firma Tchibo. „Ohne dieses Lager würde heute kaum noch etwas kosteneffizient funktionieren“, erzählt Versandleiter Josef Diepold. „Wir sind hier bereits nahezu komplett belegt und haben nur noch wenige Reserven.“
Das Lager der Brauerei GLOSSNER besitzt eine Nutzfläche von etwa 5.600 Quadratmetern. Bei zwei Lagen Höhe fasst das Blocklager gut 6.000 Paletten, bei drei Lagen an die 10.000. Zusätzlich verfügt das Lager noch über ca. 1.500 Regallagerplätze. Hier werden unter anderem Utensilien wie Kühlschränke oder Schankanlagen gelagert, da GLOSSNER auch viele Veranstaltungen mit Getränken beliefert. „Eine derart flexible Anpassung an sich ändernde Umgebungsbedingungen ist nur mit dem OnBoard-Lader möglich“, so Maier. „Gleiches gilt auch hinsichtlich der Unabhängigkeit von einer Batterieladestation.“
Der seit Mai im Einsatz bei GLOSSNER befindliche Stapler EFG 216, ein elektromotorisch angetriebener Dreiradstapler, ist hier im Dauereinsatz. Die Hauptarbeit, die das Jungheinrich-Fahrzeug leisten muss, ist das Ein- und Ausstapeln bis in Höhen von über vier Metern. Hinzu kommt das Ein- und Auslagern der Paletten vom Wareneingang ins Lager beziehungsweise vom Lager in den Warenausgang für Voll- und Leergut.
„Maßgeblich für uns war das Batteriemanagement des Jungheinrich-Staplers“, erläutert Josef Diepold. „Bei anderen Fahrzeugen, die wir hatten, war regelmäßig um drei Uhr nachmittags Sense! Die regeln ab, und dann geht es nur noch im Schneckentempo vorwärts! Die Batteriekapazität des EFG von Jungheinrich ist eigentlich unerschöpflich. Den kann man gar nicht so fahren, dass er nachlässt. Unmöglich!“
Überraschend für Diepold war zudem die Feinabstimmung des EFG 216. „Wir haben seit über 35 Jahren Erfahrungen mit Gabelstaplern“, so der Versandleiter, „aber die Stimmigkeit dieses Fahrzeugs hat mich überrascht!“ Das Gleiche gilt auch für das Thema Ergonomie.
Die bei diesen Fahrzeugen zum Einsatz kommende elektrische Lenkung stellt eine angenehme Bedienung des Gabelstaplers durch den Fahrer sicher. Sie sorgt durch den Wegfall der hydraulischen Bauteile im Kniebereich für einen deutlichen Zugewinn an Beinfreiheit. Die Lenksäule selbst ist in Höhe und Neigung stufenlos verstellbar, so dass jeder Fahrer imstande ist, diese nach seinen persönlichen Bedürfnissen einzustellen.
Die deutlich verbesserte Ergonomie der aktuellen Baureihe kommt insbesondere durch einen geringen Kraftbedarf, reduzierte Lenkradumdrehungen sowie ein kleineres Lenkrad zum Ausdruck. „Unsere Stapler dieser Generation überzeugen nicht nur durch eine deutlich bessere Umschlagleistung“, ist Roland Maier überzeugt, „sondern sie setzen durch ihre Gesamtkonzeption auch ergonomisch Zeichen für die Branche!“
Dem pflichtet Versandleiter Josef Diepold bei und erwähnt als Beispiel die Handauflage. „Man muss keine Hand mehr frei halten, was mit der Zeit aufs Handgelenk geht. Man hat Seitenhalt in jede Richtung. Man sitzt auf dem Stapler und fühlt sich einfach wohl – wie in einem Automobil“. Zudem würden die Fahrer durch die Kombination aus Sicherheit und Geborgenheit auf dem Stapler schneller im Lager unterwegs sein. „Sie sollen zwar keine Rennen fahren, aber die größere Geschwindigkeit sorgt allemal für eine deutlich höhere Umschlagleistung!“
Man könne, sagt Diepold, nicht wirklich eine Komponente des EFG 216 hervorheben. „Hier passt einfach alles zusammen!“ Einzig und allein der OnBoard-Lader scheint an diesem Fahrzeug der Primus inter pares. Grundlegend neu seien diese integrierten Ladegeräte zwar nicht, meint Diepold.
Schließlich kämen sie bisher bereits bei Deichselgeräten zum Einsatz. „Dass es so etwas auch für Gegengewichtsstapler gibt, hatte ich vorher aber nicht gewusst. Damals war ich wirklich überrascht, heute muss ich aber sagen: Wir kaufen nur noch Stapler mit OnBoard-Lader!“


